Als ich zum ersten Mal von 52 Games gehört hab, fand ich die
Idee sofort super – ich scheine da nicht der einzige zu sein, wenn man sich
ansieht, wie viele Leute bei diesem Projekt mitmachen. Was ich aber besonders toll daran finde,
ist, dass einen das Ganze dazu bringt, zu bloggen. Ich denk mir andauernd: „Hey,
zu dem Spiel könntest du doch mal was schreiben“. Im Endeffekt bin ich dann aber
eh wieder zu faul dazu. Jetzt heißt es aber: „Du hast genau eine Woche Zeit, zu
diesem Thema was zu schreiben!“ Das Ergebnis zu Thema „Neubeginn“, seht ihr
hier.
Ich spiele im Moment sehr intensiv Deus Ex: Human
Revolution, und fand es sehr passend für das Thema „Neubeginn“, und zwar weil
ich wohl bei keinem Spiel so oft meinen Spielstand neu lade wie hier. Das liegt
an zwei Dingen.
Boss-Fights
Wer auch immer dafür verantwortlich ist, dass es Endgegner
in Deus Ex gibt, sollte hoffen, dass wir uns nie über den Weg laufen. Als
gestern Nacht zum ersten Boss kam, war ich schon knapp daran, den
PS3-Controller Richtung Fernseher zu werfen.
Das Ganze läuft ungefähr so ab: Man betritt den Raum, der
augmentierte Typ schießt auf einen, fünf Sekunden später liegt man am Boden und
lädt den letzten Spielstand. Ich hatte wenigstens den Vorteil, dass ich wusste,
wie man den Boss am besten besiegt, doch trotzdem musste ich sicher zwanzig Mal
neu laden. Wenn man keine Ahnung hat, was hier zu tun ist, wird man wohl noch
mehr verzweifeln als ich.
Der Rest vom Spiel
Warum aber hab ich nicht einfach die PS3 ausgemacht und das
Spiel aus dem Fenster geworfen? Weil ich das Deus Ex liebe. Abgesehen von den
Bossfights ist das Spiel meiner Meinung nach fast perfekt. Die Dialoge (wenn
man mal davon absieht, dass sie überhaupt nicht lippensnychron sind), die
Story, das Setting, die Charaktere, der Soundtrack, die schwarz-goldene
Farbgebung und natürlich das Gameplay an sich.
Hier wären wir dann auch beim zweiten Punkt, wegen dem ich
so oft neu lade: Das Schleichen. Ich (wie wohl 99% aller anderen auch) spiele
Deus Ex als Stealth-Spiel. Das funktioniert auch super, ist sehr intuitiv und
man kann sich auch noch entscheiden, ob man die Gegner mit Scharfschützengewehr
und anderen Waffen mit Silencern tötet, oder sie nur mittels Betäubungsgewehr
oder Elektroschocker bewusstlos macht.
Nur bin ich, was Stealth-Games angeht, nicht besonders
talentiert, deshalb spiele ich hier mehr nach dem guten alten
Trial-and-Error-Prinzip. Ich speichere an jeder Ecke, probiere aus, ob mich die
Gegner bei diesem oder jenem Manöver sehen, und lade im Falle eines Misserfolgs
einfach neu, damit mir die diversen Erfahrungsboni am Ende der Mission nicht
entgehen.
Wenn ihr jetzt auch Lust auf Deus Ex bekommen habt: Kauft
euch den Titel, ihr werdet es nicht bereuen.
(Bei den nächsten Themen werde ich versuchen, mich kürzer zu
halten, versprochen^^)
Für den ersten Absatz gilt das Stichwort "Prokrastination" genauso wie in meinem Fall. Schöner Artikel, ich glaub ich muss mir Deus Ex auch zulegen.
AntwortenLöschenDanke. Deus Ex gehört wirklich zu den Spielen, die man nicht verpasst haben sollte.
AntwortenLöschenIch weiß nicht wie oft ich bein dritten Bossfight gestorben bin. Es waren gefühlte hundert Mal. Vielleicht waren es sogar tatsächlich hundert Mal. Ich wünsche dir für diesen dritten Kampf alles erdenkliche an Glück und Durchhaltevermögen, denn er hat mich psychisch fast kaputtgemacht.
AntwortenLöschenNa das sind ja mal gute Aussichten...
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